Jele Mailänder
Studien- und Inspirationsreise zu den „Pioniersplekken“
der protestantischen und reformierten Kirche in den Niederlanden
Eine Reise voller Erkenntnisse und neuer Perspektiven
Pioniersplekken – lebendige Beispiele für eine Kirche im Wandel
Zehn zentrale Erkenntnisse unserer Reise
2. Missio Dei – Gott ist bereits da
- Kernkreis: Engagierte Nachfolger Christi.
- Engagementkreis: Mitarbeitende aus unterschiedlichen Hintergründen
- Außenkreis: Menschen mit losen Verbindungen zur Gemeinde.
Wir begegnen einer Atmosphäre der Gastfreundschaft und Gelassenheit. Die Leitenden wirken nicht nur zuverlässig und kompetent, sondern auch ausgeglichen und gesund – frei von Hektik, Überlastung oder einer pessimistischen Grundhaltung. Stress und Erschöpfung scheinen hier keine bestimmenden Faktoren zu sein.Auf die Frage, wie das möglich ist, antwortet ein Kirchenpionier: „Ich bin seit 25 Jahren Pionier und möchte es auch bleiben. Deshalb achte ich auf meine Gesundheit und setze klare Grenzen – weil ich eine Berufung habe.“
10. Arbeiten in Teams
Fazit: Mut zur Erneuerung
John V. Taylor bringt es auf den Punkt: „Mission heißt herausfinden, was Gott bereits tut und sich daran zu beteiligen.“
Die gewonnenen Einsichten nehmen wir mit, um auch in unseren Kontexten Impulse für eine zukunftsfähige Kirche zu setzen. Diese Reise hat uns ermutigt, Großes von Gott zu erwarten und dabei treu in kleinen, unscheinbaren Anfängen zu sein. Danke für diese Inspiration!
Noch mehr von mir lesen über
Kirche Kunterbunt
Kirche Kunterbunt – Ein kreativer Ansatz für generationenübergreifende Gemeinschaft, Glaubenserfahrung und gelebte Spiritualität in buntem Miteinander.
Auf Augenhöhe. Weil wir gemeinsam besser sind.
Mich bewegt die Frage des Miteinanders von Frauen und Männern in Wellen. Gerade in den ersten Berufsjahren war ich eher irritiert, wenn Frauen laut nach Gleichberechtigung gerufen haben. Ich habe es als Störung empfunden, wenn sexistische Äußerungen offen als solche angeprangert wurden oder Frauen auf patriarchale Systeme hinwiesen. „Mir steht doch alles offen. Was ist das Problem?“, habe ich mich gefragt. Auch heute noch bin ich davon überzeugt, dass wir nicht jeden Kampf laut und aggressiv ausfechten müssen. Sondern dass es langfristige Veränderung braucht. Aber es braucht sie.
In die Wildnis.
Wer aufbricht, schlägt einen neuen Weg ein. Er und sie wagen sich hinaus in die Wildnis. So nenne ich den Zustand, den Pioniere und Pionierinnen erleben, wenn sie aufbrechen, um Kirche anders auszudrücken. Oft ist es die „Struktur-Wildnis“ oder die „Unverständnis-Wildnis“, fern der „Das-haben-wir-schon-immer-so-gemacht-Zivilisation“.
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